Herzlich Willkommen beim Schützenverein Bad Niedernau

Die Geschichte


Zur Vorbereitung der Gründung eines Niedernauer Schützenvereins trafen sich am 04. Dezember 1960 mehrere Interessenten im Gasthaus zur Krone. Einige haben sich dann verpflichtet an der Gründung des Vereines mitzuwirken.

Die Gründungsversammlung am 10. Dezember 1960 in der Krone eröffnete Helmut Schneider.Nach einer kurzen Diskussion wurde einstimmig beschlossen, den Schützenverein Bad Niedernau zu gründen. Die Mitgliederzahl betrug 21 Mann. Helmut Schneider wurde sogleich zum ersten Vorstand gewählt. Da noch kein Schützenhaus vorhanden war, wurde das Gasthaus Krone als Vereinslokal  gewählt. 
Die heute noch geltenden Ziele des Vereines wurden damals in der Satzung wie folgt verankert:

 

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er dient dem Zweck, die Kunst des Scheibenschießens als reines Sportschießen mit allen behördlich zugelassenen Sportwaffen zu hegen und zu pflegen.“

 

Die Geschichte des Vereines und des Schützenhauses

 

Das erste Schießen um den Vereinsmeister fand am 03. und 05. Februar 1961 im Saal der Krone statt. Mit 4 Ringen Vorsprung wurde Volker Kürner erster Vereinsmeister.

 

"Sichere Hand und scharfes Auge, in Bad Niedernau flogen die Kugeln", so titelte die Tageszeitung nach dem ersten Schützenfest mit großem Preisschießen des jungen Schützenvereines am 02. und 03. September 1961. Bei der Festansprache richtete Helmut Schneider seinen Wunsch nach einem eigenen Schützenhaus an den damaligen Bürgermeister Josef Renner.

 

Der erste Rundenwettkampf fand am 29. Oktober 1961 mit dem Luftgewehr, auf dem heimischen Schießstand, gegen Schwalldorf statt. Groß war die Freude bei der Jahreshauptversammlung 1963, als Helmut Schneider die Nachricht überbrachte, daß die Gemeinde dem Verein das frühere Schützenhaus überlässt. Bei der Jahreshauptversammlung 1968 wurde zur Betreuung der Jungschützen das Amt des Jugendleiters geschaffen. Für besondere sportliche Leistungen bei der Kreismeisterschaft 1968 wurde die Jugendmannschaft geehrt. 


Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung 1972 bedauerten es sehr, daß sich Oberschützenmeister Helmut Schneider nicht mehr zur Wahl stellte. Er hatte den Verein immer als vorbildlicher Idealist geführt. Als sein Nachfolger wurde Adolf Robold gewählt. Zwei Jahre später übernahm Helmut Schneider das Amt des Vorstandes wieder.

Im Jahre 1978 wurden die automatischen KK-Anlagen und die Duell-Anlage im Pistolenstand beschafft. Der Gastraum wurde 1979 umgestaltet und gemütlicher eingerichtet.

 

Die Mitgliederversammlung 1980 wählte Max Förster für 2 Jahre zum Oberschützenmeister.

Vom 02.- 04. August 1985 wurde der 25-ste Geburtstag des Schützenvereines gefeiert und Helmut Schneider als erfolgreicher Kapitän des Vereines geehrt.

Das erste Partnerschaftstreffen der Sportschützen von St. Claude und Bad Niedernau fand am 25.- 28. September 1987 statt. Ein weiterer Höhepunkt dieses Jahres im Jugendbereich war die Qualifikation von Bernd Schneider zur Landesmeisterschaft.

Die dringend erforderliche Erweiterung des Schützenhauses und sein Umbau waren durch erhebliche baurechtliche Probleme erschwert, sodaß sich die Verhandlungen mit den Behörden über mehrere Jahre hinzogen.

In familiärer Atmosphäre beging man im Juli 1990 das 30-jährige Vereinsjubiläum. Dabei wurde Helmut Schneider zum Ehrenoberschützenmeister ernannt.

Im Herbst 1992 stimmte das Landratsamt der Erweiterung des Schützenhauses zu. Die Baugenehmigung der Stadt folgte im Januar 1993. Der Zuschussbescheid des WLSB ging im April 1993 ein. Dadurch war der Startschuß gegeben, aber zugleich mussten umfangreiche Eigenleistungen eingeplant werden. Der erste große Arbeitseinsatz folgte dann im November 1993.


Die Hauptversammlung 1994 brachte den Generationswechsel in der Führung. Zum neuen Oberschützenmeister wurde der 25-jährige Michael Maier, der bereits im Ausschuß Verantwortung übernommen hatte, gewählt.


Im Juni 1995 wurde das alte Schützenhaus abgebrochen, aber schon im März 1996 konnte ein kleines Richtfest gefeiert werden.


Ein schwerer Einbruch im Terminplan entstand, als das Gewerbeaufsichtsamt im März 1996 den Bestandsschutz der 25- und 50-Meter Bahn aufhob und harte Auflagen machte. Dies bedeutete sehr umfangreiche und nicht einkalkulierte Belastungen im finanziellen und zeitlichen Bereich. Trotzdem wurden große Baufortschritte erreicht, so dass am 20. Dezember 1997 die Helfer-Weihnachtsfeier zum ersten Mal im neuen Gastraum stattfinden konnte. Das Jahr 1997 brachte beim Umbau den Rekord von ca. 5 500 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden.

Im August 1998 konnte die Gaststätte wieder Freitag abends und Sonntags zum Frühschoppen geöffnet werden.


Nachdem die KK- und SP-Schießanlage soweit fertiggestellt waren, wurde eine erste Schallmessung durchgeführt. Die ergab, dass nach einer kompletten Auskleidung der SP-Bahn und einer Teilauskleidung der KK-Bahn mit schallabsorbierendem Material ausreichende Werte zu erreichen waren.


Im Frühjahr und Sommer 1999 wurden die KK- und SP-Schießbahnen dann mit schallabsorbierendem Material verkleidet. Die entscheidende Schallmessung zum  endgültigen immissionsschutzrechtlichen Gutachten wurde im Oktober 1999 durchgeführt.

Die Genehmigung, der Stadt Rottenburg zum Betrieb der LG-Anlage ging dann am 24. November ein, die des Landratsamtes für die SP-Bahn am 29. Dezember 1999. Am 19. April 2000 hat sich das Gewerbeaufsichtsamt von der Wirksamkeit aller Maßnahmen, die es verfügt hat, vor Ort überzeugt. Dadurch wurde am 26. April die KK-Bahn freigegeben.

Der gesamte Neubau des Gebäudes und der Umbau der Schießanlage wurde durch die großartige Zahl von insgesamt ca. 23 000 freiwilligen Arbeitsstunden erreicht. Der Idealismus, der Fleiß und das Können der Helfer kann nicht hoch genug bewertet werden.

Am 25. Mai 2014 wurde die neue Bogenbahn eröffnet. Diese entstand unter Mithilfe der Vereinsmitglieder und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Stand Juli 2014 zählt die Bogenschießgruppe 15 Mitglieder.

 

 

Der Schützenverein Bad Niedernau heute

 

Der Schützenverein Bad Niedernau e.V. ist dem Württembergischen Landessportbund und dem Deutschen Schützenbund angeschlossen. Die Anzahl der Mitglieder liegt gegenwärtig bei ca. 135, wovon ca. 25  in Luftgewehr- und Pistolenmannschaften aktiv sind. Viele der anderen Mitglieder nutzen die Anlagen unregelmäßig, um ihr Können zu prüfen und um abzuschalten. Etwa 40 Mitglieder fördern durch Ihre passive Mitgliedschaft den Verein.

Alle drei Schießanlagen sind Freitags von 1900 bis 2200 Uhr und Sonntags von 900 bis 1200 Uhr geöffnet. Dort besteht die Möglichkeit zu regelmäßigem Training in allen zugelassenen Schießsportarten. Vereinseigene Sportwaffen stehen für den Einstieg bereit.

Die jugendlichen Sportler des Vereines erlernen das Schießen zuerst mit dem Luftgewehr, um ein Gefühl für die Anforderungen dieses Sports zu bekommen. Später stehen Ihnen ebenfalls alle Möglichkeiten des Vereines offen, die auf den modernen Anlagen sehr gerne genutzt werden. 

Seinen festen Platz im Bad Niedernauer Vereinsleben zeigt der Schützenverein mit der alljährlichen Hockete am 1. Mai im und ums Schützenhaus. Beim ebenfalls alljährlich stattfindenden Schießen um den "Pokal der Vereine" stellen die Vereine und Gruppierungen des Ortes Ihr schießerisches Können unter Beweis. Die Kinder freuen sich jedes Jahr auf den Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht, der sie durch Bad Niedernau ins Schützenhaus führt, wo sie dann mit Geschenken überrascht werden.


Die Gaststätte mit etwa 50 Sitzplätzen und die Luftgewehrhalle mit etwa 200m² stehen den Vereinen, der Gemeinde oder auch Privatpersonen für Veranstaltungen zur Verfügung. Einen wichtigen Platz in der Bad Niedernauer Einwohnerschaft nimmt das Schützenhaus auch in geselliger und kameradschaftlicher Hinsicht ein.
Für Erholungssuchende und Gäste von Bad Niedernau bietet das Haus beste Möglichkeiten zur Entspannung und lädt Kinder zum Spielen auf dem nahegelegenen Spielplatz des benachbarten Tennisvereines ein.

Die Hauptversammlung 2008 brachte einen weiteren Generationswechsel in der Führung. Zum neuen Oberschützenmeister wurde Armin Saile ernannt, der bereits im Ausschuß Verantwortung übernommen hatte, gewählt. Der auf eigenen Wunsch scheidende Vorstand Michael Maier wurde auf Grund seiner hervorragenden Verdienste einstimmig zum Ehrenoberschützenmeister ernannt.